Bei der Planung eines Webtexts zeigt die Keyword-Recherche, welche Wörter Menschen bei Google eingeben und welche Antworten sie erwarten. Dabei sammelst und bewertest du Suchbegriffe. Baue passende Begriffe dort ein, wo sie den Inhalt klarer machen.
Der Hauptbegriff nennt das Thema. Verwandte Formulierungen decken weitere Fragen dazu ab. Eine feste Wiederholungszahl gibt es nicht; Begriffe, die im Satz unnatürlich klingen, lässt du weg.
Suchbegriffe aus dem Thema ableiten
Schreibe zunächst in einem Satz auf, welches Problem der Text lösen soll und für wen. Daraus leitest du einige Startbegriffe ab. Für einen Beitrag über die Auswahl und Verwendung von Suchbegriffen könnten das „Keyword-Recherche“, „Suchbegriffe finden“ oder „Keywords in Texte einbauen“ sein. Das sind Rechercheansätze, keine Aussage über Suchvolumen.
Sammle danach konkrete Fragen und verwandte Themen. Vorschläge aus einer Suchmaschine oder einem Keyword-Tool helfen dabei, weitere Formulierungen zu finden. Der Keyword-Planer von Google Ads liefert zum Beispiel Suchbegriffideen und Schätzwerte. Er zeigt jedoch nicht jede seltene oder als sensibel eingestufte Anfrage an.
Sortiere die Begriffe nach ihrer Bedeutung. Ähnliche Formulierungen wie „Suchbegriffe finden“ und „Keywords recherchieren“ können dasselbe Bedürfnis ausdrücken. Eine Frage wie „Was ist Keyword-Stuffing?“ verlangt dagegen eine eigene Erklärung. Entscheidend ist, ob die Begriffe auf dieselbe Art von Antwort hinauslaufen.
Die Suchintention prüfen
Die Suchintention beschreibt, was eine Person mit ihrer Anfrage erreichen möchte. Sie sucht vielleicht eine Erklärung, eine bestimmte Website, einen Vergleich oder ein Produkt. Meist gehören Suchanfragen zu vier Gruppen. Menschen suchen Informationen, möchten eine bestimmte Website finden, vergleichen Angebote oder wollen etwas kaufen. Die Kategorien helfen beim Sortieren, überschneiden sich aber manchmal.
Prüfe für wichtige Begriffe die aktuellen Suchergebnisse. Erscheinen dort überwiegend Ratgeber, Produktseiten oder Vergleiche? Das gibt einen Hinweis darauf, welche Antwortform Menschen erwarten. Die Suchergebnisse ändern sich je nach Ort, Gerät und Zeitpunkt. Nutze sie deshalb als Orientierung, nicht als feste Vorgabe.
Wenn ein Begriff zu einem anderen Anliegen führt als dein geplanter Text, trenne die Themen. Wer nach einer Anleitung sucht, erwartet konkrete Erklärungen und Arbeitsschritte. Eine Verkaufsseite erfüllt dieses Anliegen nicht allein dadurch, dass sie denselben Begriff enthält.
Suchvolumen richtig einordnen
Das Suchvolumen schätzt, wie oft ein Begriff in einem bestimmten Zeitraum und Gebiet gesucht wird. Der Google Keyword-Planer zeigt standardmäßig den Durchschnitt der monatlichen Suchanfragen über zwölf Monate. Die Werte sind gerundet und können sich je nach Region, Saison und aktuellen Ereignissen verändern.
Nutze die Zahlen als Orientierung, aber entscheide nicht allein danach. Ein häufig gesuchter Begriff passt nicht automatisch zu deinem Text. Die Wettbewerbskennzahl im Keyword-Planer bezeichnet den Wettbewerb zwischen Werbetreibenden. Sie zeigt nicht direkt, wie schwierig es ist, in den unbezahlten Suchergebnissen weit oben zu erscheinen.
Wähle Begriffe danach aus, ob sie zum Thema, zur Zielgruppe und zur erwarteten Antwort passen. Ein konkreter Suchbegriff, der laut Schätzung seltener gesucht wird, kann für einen spezialisierten Text nützlicher sein als ein allgemeiner Begriff, hinter dem viele unterschiedliche Anliegen stecken.
Suchbegriffe natürlich im Text verteilen
Benenne das Thema an gut sichtbaren Stellen klar, zum Beispiel im Seitentitel und in der Hauptüberschrift. Verwende den Hauptbegriff dort, wo er den Inhalt präzise beschreibt. Eine Überschrift wie „Keyword-Recherche Schritt für Schritt“ kann passen, wenn der Abschnitt tatsächlich die Recherche erklärt.
Im Fließtext sollte der Begriff natürlich in den Satz passen. Variiere wiederholte Suchphrasen im Fließtext, zum Beispiel: „Sammle zuerst passende Suchbegriffe. Prüfe anschließend, welche Frage hinter jeder Anfrage steckt.“ So bleibt das Thema erkennbar, ohne dass die Formulierung den Lesefluss stört.
Auch verwandte Begriffe gehören nur dann in Zwischenüberschriften, wenn sie den Abschnitt korrekt benennen. Eine Überschrift zu „Suchintention“ ist sinnvoll, wenn der Abschnitt erklärt, was Suchende erreichen möchten. Eine bloße Ansammlung von Varianten bringt Leserinnen und Lesern keine Orientierung.
Synonyme sinnvoll nutzen
Menschen beschreiben dasselbe Thema mit unterschiedlichen Wörtern. Einsteigerinnen und Einsteiger suchen vielleicht nach „Suchbegriffe“, während Fachleute eher „Keywords“ verwenden. Nimm solche Varianten auf, wenn sie unterschiedliche Sprachgewohnheiten oder relevante Fragen abbilden.
Du musst nicht jede denkbare Schreibweise unterbringen. Google kann verwandte Formulierungen und Bedeutungen berücksichtigen, auch wenn eine Anfrage nicht wörtlich im Text steht. Schreibe deshalb für die tatsächlichen Fragen: Verwende ein Synonym, wenn es den Satz verständlicher macht oder einen wichtigen Aspekt ergänzt. Lass es weg, wenn es nur eine Wiederholung erzeugt.
Keyword-Stuffing vermeiden
Keyword-Stuffing heißt, Suchbegriffe übermäßig oder unnatürlich einzufügen, um die Position in den Suchergebnissen zu beeinflussen. Typisch sind Sätze, die eine Phrase mehrfach wiederholen, obwohl die Wiederholungen für den Inhalt nichts beitragen. Das ermüdet Leserinnen und Leser und macht die Aussage schwerer verständlich.
Google gibt keine optimale Keyword-Dichte vor. Eine Prozentzahl wie „ein bis zwei Prozent“ ist daher keine allgemeingültige Empfehlung. Prüfe stattdessen jeden Begriff im Kontext: Würde der Satz auch ohne Vorgabe zur Suchmaschinenoptimierung so stehen bleiben? Prüfe außerdem, ob die Überschrift den folgenden Abschnitt beschreibt und ob sich eine Wiederholung durch ein Pronomen oder eine natürlichere Formulierung ersetzen lässt.
Wenn eine Phrase den Lesefluss stört, ändere den Satz oder streiche sie. Ein gut gegliederter Text, der die erwartete Frage beantwortet, ist eine bessere Grundlage als eine künstliche Häufigkeitsvorgabe.
Suchanfragen in der Search Console prüfen
Die Google Search Console zeigt unter anderem, über welche Suchanfragen eine Website Impressionen und Klicks erhalten hat. Impressionen geben an, wie oft ein Ergebnis eingeblendet wurde; Klicks zählen die Besuche über dieses Ergebnis. Die Daten helfen dabei, weitere Leserfragen oder passende Begriffe zu erkennen.
Nutze die Zahlen als Anlass für eine inhaltliche Prüfung. Wenn eine Seite für eine unerwartete Anfrage erscheint, überlege, ob sie diese Frage tatsächlich beantwortet. Veränderte Klicks oder Impressionen beweisen für sich allein jedoch nicht, dass die Platzierung eines Suchbegriffs im Text die Ursache war.